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Umwelt
Erdgas als Kraftstoff
Das Erdgas ist in Deutschland als wichtiger, umweltschonender Energieträger bekannt und findet seine Verwendung nicht nur in den Haushalten zum Heizen, Kochen, usw., sondern auch als Kraftstoff in der Automobilindustrie.
Ein großes Spektrum des Erdgases nimmt zwar die Wärmeerzeugung ein. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil es somit seinen energie-wirtschaftlichen Aspekt vorweisen kann Nicht außer Acht zu lassen ist zudem der geringe Co2-Ausstoß. Doch der extrem angestiegene Preis für Erdöl stellt das Erdgas als eine rundherum gute Alternative für Haus und Verkehr dar. Allein schon deshalb, weil eine Umrüstung der Autos relativ problemlos und kostengünstig erfolgen kann.
Der in den Automobilen verwendete Einsatz von Erdgas-Kraftstoff trägt zu einer erheblichen Reduzierung der Emissionen bei. Auch ist es sparsamer im allgemeinen Verbrauch. Deshalb wird nicht nur innerhalb der Bundesrepublik Deutschland, sondern EU-weit versucht, immer mehr Erdgas-Tankstellen zu errichten. Jüngst kann Österreich einen wahren Boom verzeichnen. Dies wird gleichzeitig zum Vorteil der Verbraucher, die zu den enorm gestiegenen Benzin- und Dieselpreisen an den Zapfsäulen auf diese Weise Stellung beziehen können.
In der EU liegt inzwischen Italien mit Erdgas-Fahrzeugen vorneweg. Weltweit kann man Argentinien, die USA, Brasilien sowie Indien, China, Pakistan, etc. mit ständig steigenden Zahlen anführen.
Das Erdgas wird nach seinem Brennwert in H-Gas (für high) und L-Gas (für low) unterschieden. Hier gilt zu beachten, dass das H-Gas einen höheren Brennwert aufweist, als das L-Gas. Die Gasanlagen in Fahrzeugen unterliegen selbstverständlich einem hohen Sicherheitsstandard. Ebenso gilt es anzumerken, dass Erdgas-Fahrzeuge nicht so schnell zum Brennen kommen, als z.B. Benzin- oder Dieselbetriebene Fahrzeuge.
In der Industrie kann man auf den Kraftstoff „Erdgas“ kaum verzichten. Allein schon aus wirtschaftlicher, umweltschonender und sparsamer Sicht. Dies gilt auch für Gasturbinen, Wasserkraftwerke, etc. Aber auch der Fuhrpark eines Unternehmens kann auf Erdgas-Autos umgerüstet werden.
Um deshalb diesen Rohstoff noch lange nützen zu können, investieren die Erdgasunternehmen in Deutschland in eine gute Erdgasförderung und –Vernetzung, um die Versorgung innerhalb der jüngsten Zukunft optimal zu garantieren. Ein steter Anstieg neuer Erdgaskunden, verbunden mit der Werbung für Klimaschutz, erfordert auch weiterhin größte Anstrengung für eine reibungslose, effiziente Nutzung als Kraftstoff. Wer einmal den Vorteil dieses Energiestoffes erfahren hat, möchte natürlich kaum mehr darauf verzichten.
Einzige Alternative, falls einmal die Ressourcen knapp werden, stellt das Biogas dar. Gemische aus Biogas und Erdgas werden immer mehr am Markt etabliert. Die Forschung und Entwicklung von Biogas arbeitet überdies auf Hochtouren. Um die Zukunft scheint es also nicht Bange zu werden, selbst wenn Erdgas den Verbrauchern einmal nicht mehr uneingeschränkt zur Verfügung stehen kann.
Die Erdgas-Tankstelle
Die Automobilhersteller haben es sich erfreulicher Weise zur Aufgabe gemacht, verstärkt Fahrzeuge zu produzieren, die mit dem umweltschonenden Erdgas betankt werden können. Dies ist nicht nur ein wirtschaftlicher Aspekt, sondern auch ein ökonomischer. Der Spritverbrauch kann durch Erdgasautos reduziert werden. Dadurch kompensiert sich der Kaufpreis des Autos schneller.
Erdgas bietet gegenüber anderen Kraftstoffen weitere Vorteile: sauberer, geruchsarm, kostengünstig und umweltfreundlicher. In zwei verschiedenen Formen wird der Erdgas-Kraftstoff weltweit angeboten: LNG (Liquified Natural Gas) = verflüssigtes Gas und CNG (Compressend Natural Gas) = komprimiertes Gas - mit einem Druck von 200 bar.
An den Erdgas-Tankstellen in der Bundesrepublik Deutschland wird grundsätzlich CNG-Gas in zwei Versionen verbraucht:
- H-Gas (high) - beinahe bundesweit erhältlich
- L-Gas (low) - überwiegend in Norddeutschland
Unterschiede sind hierbei der Preis und der Energiegehalt. L-Gas ist in der Regel günstiger als H-Gas. Beide Arten können von CNG - Fahrzeugen betankt werden.
Erdgas an den Tankstellen nimmt weiter zu. Nicht zuletzt wegen des geringen Co2-Schadstoffausstosses. Erdgas tanken ist dabei genauso sicher, wie andere Kraftstoffe. Getankt wird entweder mit einer Füllkupplung oder bei einigen Tankstellen mit einer Gaszapfpistole. Der Tankvorgang nimmt genauso viel Zeit ein als bei den anderen Spritarten.
Auch bei unseren europäischen Nachbarn, z.B. Österreich, Italien und Schweden kann flächendeckend ebenfalls Erdgas an Tankstellen - ohne Zusatzgeräte - getankt werden. Der Markt boomt und das Tankstellennetz wird deshalb immer weiter ausgebaut. Man braucht nur auf ein blau-schattiertes Tankstellensymbol mit dem internationalen Zusatz CNG im Straßenverkehr achten, dann hat die passende Erdgastankstelle gefunden. Des Weiteren ist Erdgas ein weitaus preisgünstigerer Sprit.
Mittlerweile gibt es sogar Wegweiser (Erdgaskarten), in denen die Tankstellen in Deutschland sowie Europa aufgeführt sind. Selbstverständlich beinhalten diese die Autobahn-Tankstellen. Gegebenenfalls kann beim ADAC nachgefragt werden, beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie beim Buch- und Zeitschriftenhandel. Idealer Ratgeber ist überdies das Internet.
Deutschlandweit gibt es mittlerweile ca. 800 Tankstellen mit extra Zapfstellen für Erdgas. Weitere werden eingerichtet, vor allem an den Autobahnen. Anbieter sind beispielsweise Esso, Aral, Shell, usw. Italien hat vor allem im letzten Jahr europaweit die meisten Erdgastankstellen gebaut.
Eine weitere erfreuliche Nachricht liefert die Regierung. Bis Ende 2018 wurde eine Mineralölsteuerreduzierung im Zuge der ökologischen Steuerreform für die Preise von Erdgaskraftstoffen festgeschrieben.