Prognosen für die Gaspreise 2012

Gas ist ein gefragtes Gut – ob für die Heizung, den Herd oder das Auto, finden sich viele Einsatzmöglichkeiten im Alltag, auf die niemand mehr verzichten will. Wohin diese steigende Nachfrage letztlich führt, ist deshalb keine Überraschung: zu steigenden Preisen. Ein Blick auf die Preisentwicklung der letzten Jahre macht deutlich, dass auch 2012 wieder mit Erhöhungen der Gaspreise gerechnet werden muss.

Das Stichwort: Energiewende

Unter dem Begriff Energiewende wird die geplante Abkehr von den bekannten, fossilen Ressourcen wie Öl, Kohle und Gas verstanden. Anstelledessen sollen die erneuerbaren Energien in ihrem Stellenwert bestärkt und weiter ausgebaut werden; ein Plan, der zunächst vielversprechend klingt, bedeutet er doch eigentlich eine sinkende Nachfrage der genannten fossilen Energieträger – und damit sinkende Preise. Die Realität sieht leider anders aus. Denn zur Umsetzung der Energiewende wird der Bedarf an Öl, Gas und Co. gerade in der Industrie mittelfristig weiter ansteigen und die Gaspreise somit auch. Die Prognose für das Jahr 2012 lässt somit nur einen finsteren Rückschluss zu, nämlich dass die Steigerungen das bisher gekannte Maß noch ein gutes Stück übertreffen werden. Bei all dem muss natürlich stets bedacht werden, dass Erklärungen bezüglich dieser Steigerungen seitens der Energieunternehmen mit Vorsicht zu genießen sind; zwar mag es tatsächlich einen erhöhten Bedarf an fossilen Brennstoffen geben, die daraus entstehende Preissteigerung ist im Detail allerdings nur wenig transparent.

Öl und Gas: an der Börse vereint

Seit den sechziger Jahren sind die Gaspreise an den Ölpreis gekoppelt. Dessen preisliche Entwicklung hängt bekanntlich auch von der politischen Situation ab und eilt dem Gaspreis um etwa ein halbes Jahr voraus. Das Beobachten des Ölpreises lässt somit direkt auf die kommende Entwicklung bei den Gaspreisen schließen. Auch ein weiterer Faktor muss bedacht werden, nämlich dass fossile Brennstoffe in ihrer Menge begrenzt sind. Aufgrund der wachsenden Weltwirtschaft und dem steigenden Pro-Kopf-Bedarf aller Ressourcen zeichnet sich bereits jetzt eine Erschöpfung der bekannten Vorräte ab, was einerseits bedeutet, dass die erneuerbaren Energien gar nicht früh genug zur Marktreife gebracht werden können und andererseits, dass die Preissteigerungen im Jahr 2012 nur den Auftakt zu immer größer werdenden Sprüngen sein werden. Die Tendenz für die Gaspreise 2012 ist somit als generelle Tendenz für die nähere Zukunft zu verstehen.

Tipp am Rande: Gaspreise selbst beeinflussen

Trotz der steigenden Preise gibt es Möglichkeiten zu sparen, etwa durch einen Anbieterwechsel. Dieser bringt nicht nur eine spürbare Entlastung des eigenen Budgets mit sich, sondern führt bei hinreichend vielen Wechseln pro Jahr auch zu einer besseren Regulierung der Preise, sodass der allgemeine Anstieg zumindest ein wenig gedrosselt werden kann.

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