Schock für die Verbraucher. Pünktlich zum Beginn der kalten Jahreszeit wollen viele Gasanbieter ihr Preise kräftig erhöhen. Bis zu 200 Versorger haben sich dazu entschlossen, ihren Kunden mehr für das gelieferte Gas in Rechnung zu stellen. Durchschnittlich wird der Preisanstieg zehn Prozent betragen, einige Anbieter gehen jedoch weit darüber hinaus, bis zu 18 Prozent mehr werden pro Kilowattstunde aufgerufen.
Hohe Energiekosten
Von den Preissteigerungen sind insgesamt mehr als zwölf Millionen Haushalte betroffen. Wer mit Gas heizt, der muss somit mit deutlichen Mehrkosten rechnen. Ein durchschnittlicher Haushalt, mit einem Verbrauch von rund 20.000 Kilowattstunden muss befürchten, pro Jahr bis zu 150 Euro mehr zu bezahlen. Das ist ein großer Einschnitt in die Haushaltskasse vieler, denn nicht nur der hohe Gaspreis sorgt für eine verstärkte Belastung, sondern auch das Niveau der Kraftstoffpreise und die Kosten für Strom.
Anbieter wechseln!
Am meisten von der Gaspreiserhöhung betroffen sind Kunden, deren Anbieter Gas mit Ölpreisbindung beziehen. Obwohl vom Bundesgerichtshof beschlossen worden ist, dass der Ölpreis nicht mehr das alleinige Kriterium für die Entwicklung des Gaspreises sein darf, ist dies noch oft der Fall. Da viele Anbieter langfristige Lieferverträge mit Erdgasproduzenten abgeschlossen haben, werden die Preise für den Endverbraucher dieser Anbieter weiterhin vom hohen Ölpreis bestimmt. Allerdings ist zu beobachten, dass immer mehr Versorger in den Markt eintreten, die nicht über Verträge mit Ölpreisbindung verfügen.
Hiervon können die Verbraucher profitieren. Sie können einen Gasanbieter wählen, der nicht an langfristige Lieferverträge gebunden ist und somit günstigere Preise anbieten kann. Da im Moment besonders viel Erdgas auf dem Markt verfügbar ist, können die Preisunterschiede sehr groß sein. Hierdurch fördert man den Wettbewerb und straft die ehemaligen Monopolisten ab.