Aus Wind werde Gas

Bisher wurde aus Gas Strom erzeugt. Ein deutsch-österreichisches Kooperationsteam dreht diesen Prozess nun um und scheint damit eines der größten Probleme der Energiewirtschaft zu lösen.

Die schwankende Stromproduktion stellte bisher einen der größten Probleme der Wind- und Sonnenenergie dar. Überschüssiger Strom aus Windkraft und Photovoltaik geht derzeit noch ungenutzt verloren, da keine geeigneten Speichermethoden vorhanden sind beziehungsweise bis dato vorhanden waren. Seit November 2009 läuft auf dem Gelände des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) des Fraunhofer Instituts in Stuttgart ein Mammut-Projekt in zwei grauen Containern. Eine Demonstrationsanlage verwandelt Strom in Erdgas, und zwar erfolgreich.

Während sich Biomasse bisher nur in Form von Mais, Holzpellets oder Gülle lagern und einsetzen ließ, war dies für Sonne und Wind bisher noch nicht möglich. Doch das soll sich nun ändern und dazu sind bereits weitere Projekte in Planung. Ab 2012 soll eine deutlich größere Anlage im zweistelligen Megawattbereich entstehen. Darin soll überschüssiger Strom aus Winkraft- und Photovoltaik-Anlagen als klimaneutrales Methan gespeichert werden und in vorhandenen Gasometern und Gasleitungen gelagert werden.

„Energiespeicherung ist der Schlüssel für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien“, stellt E.on-Boss Wulf Bernotat klar. Was wir in der Zukunft brauchen werden, sind gewaltige Speicher, die den Ökostrom aufnehmen, wenn er in Massen produziert wird, und ihn abgeben, wenn er in Massen benötigt wird.

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