Pierre Sames, der Leiter der Strategischen Forschung bei der Schiffsklassifizierung Germanischer Lloyd geht davon aus, dass bereits 2015 Schiffe mit Liquefied Natural Gas (LNG) betrieben werden können. In der Hamburger Hafen City wurde nach langdauernder Forschung bereits eine Informationsveranstaltung mit dem Thema ‘Erdgas als Schiffstreibstoff – Status und Trends’ abgehalten.
Auch andere Länder halten diese Methode für möglich. Aus Norwegen meldet sich Hakan Werner, Vizepräsident der Reederei I.M.Skaugen SE und lässt verlauten, auch er sehe LNG als langfristig äquivalente Alternative zum herkömmlichen Schweröl an, besonders die niedrigen Emmissionen seien große Vorteile. Gerade Norwegen hat große Erdgasvorräte, so dass die Versorgung der eigenen Schifffahrt gewährleistet wäre.
Bis jetzt wird die Klimabilanz durch die Schifffahrt recht negativ beeinflusst. Die Möglichkeit, Schiffe umweltfreundlich fahren zu lassen, würde einen großen Fortschritt bedeuten. Das größte Problem sieht Werner nicht in der Umrüstung der Schiffe, sondern in der infrastrukturellen Versorgung mit LNG. Allein hier Wege zu schaffen, dass das LNG am Hafen verfügbar sein kann, wird mehrere Milliarden Euro kosten.
Schweden hat im Hafen Göteborg das Projekt bereits begonnen. Schon 2013 soll hier ein LNG-Terminal funktionsbereit sein. Die Investition hierfür beläuft sich auf 50 Millionen Euro, die der örtliche Energieanbieter Göteborg Energi bereitstellt.
Parallel dazu werden zur Zeit verbindliche und einheitliche Richtlinien erstellt, die dann EU-weit gültig sein sollen.